Schwarz-weiß-Foto von Sigmund Freud, der am Tisch sitzt und ernst in die Kamera blickt.

Psychoanalyse/
Psychoanalytische Psychotherapie

Es gibt Erfahrungen, die sich unserem bewussten Verständnis entziehen und dennoch unser Denken, Fühlen und Handeln bestimmen. Wir geraten in wiederkehrende Konflikte, leiden unter Ängsten oder innerer Unruhe, scheitern an Beziehungen oder erleben uns selbst auf eine Weise, die uns fremd geworden ist.

Psychoanalyse und psychoanalytische Psychotherapie gehen davon aus, dass psychisches Erleben eine innere Logik besitzt, auch dort, wo sie uns zunächst unverständlich erscheint. Im geschützten Rahmen der Behandlung können Gedanken, Gefühle, Wünsche und Konflikte zur Sprache kommen und in ihren oft unbewussten Zusammenhängen verstanden werden.

Der analytische Prozess zielt daher nicht allein auf die Beseitigung von Symptomen. Er eröffnet die Möglichkeit, die eigene Geschichte und die Bedingungen des eigenen Erlebens genauer zu verstehen und dadurch einen größeren Spielraum im Denken, Fühlen und Handeln zu gewinnen.

Psychoanalyse bedeutet in diesem Sinne, sich dem zuzuwenden, was uns bestimmt, ohne uns vollständig bewusst zu sein – und damit der Möglichkeit einer Veränderung Raum zu geben.